Songs in RED and GRAY - die Tournee

Es war nicht wie zu den Zeiten ihres großen kommerziellen Erfolgs mit "Luka" oder dem Remix von "Tom's Diner", als sie noch große Säle füllte. Gerade mal dreihundert Besucher suchten am 23. Juni Einlaß im Stuttgarter Theaterhaus, von denen sich die meisten gar freiwillig auf einer 15 Meter von der Bühne entfernten Holztreppe niederließen. Nur drei Musiker begleiteten sie, einen großen Teil des Konzertes sogar nur der Bassist Mike Visceglia, der letzte "Überlebende" ihrer alten Band. Besonders auffällig, daß kein Keyboarder zugegen war. Vielleicht hat Suzanne nach den Beziehungen zu ihren letzten beiden Keyboardern (Anton Sanko und Mitchell Froom) ja auch erst einmal die Nase voll von Tastenkünstlern?

Und auch musikalisch war ihr Konzert ein "back to the roots", wie es schon ihr neues Album andeutete: den obligatorischen Block neuer Lieder (Highlight dabei "Solitaire", bei dem Mike Visceglia auf seinen Schenkeln die Bongotrommeln improvisierte) umrahmten fast ausschließlich die Perlen ihrer ersten beiden Alben. All die (nicht immer berauschenden) Singles der letzten Jahre wurden links liegengelassen zugunsten der melodischen, der eigentlichen Suzanne-Vega-Evergreens. Und so wird es den "wahren" Fans nicht schwer fallen, auf die verklingenden letzten Zeilen der abschließenden Zugabe "Rosemary" ("All I ask is you remember me.") zu antworten. Das Konzert wird ihnen gewiß in bester Erinnerung bleiben.




Songs in RED and GRAY - die Tournee